Tel.:030 6114055
Mo., Di., Mi.09.00 - 19.00 Uhr
Do.09.00 - 14.00 Uhr
Fr.10.00 - 14.00 Uhr

Erweiterte Schwangerschaftsvorsorge

Erst-Trimester-Untersuchung (NT-Screening)
Messung der Nackenfalte des Ungeborenen zum Ausschluss einer Trisomie 21 zwischen der 12. und der 14. Schwangerschaftswoche. Mit diesem zusätzlichen Verfahren, erhalten Sie ein individuelles Gesundheits- und Risikoprofil, das Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit über das Risiko möglicher Fehlbildungen oder Chromosomenstörungen Ihres ungeborenen Kindes informiert.

 

„Baby-Fernsehen“
Zusätzlicher Ultraschall in der Schwangerschaft   

Blutuntersuchungen zum Ausschluss von: 

Toxoplasmose
Häufige Infektion, welche durch einen Parasiten verursacht wird. Bei fast jedem 2. Erwachsenen lassen sich entsprechende Antikörper nachweisen als Zeichen einer durchgemachten Infektion. Nach einer durchgemachten Toxoplasmose-Infektion besteht eine bleibende Immunität. Bei einer Infektion während der Schwangerschaft kann die Krankheit auf das Ungeborene übertragen werden. Es besteht die Gefahr einer Fehlgeburt oder sogar schweren Schädigung insbesondere des kindlichen Gehirns. 

 

Ringelröteln
Ringelröteln sind eine Infektionskrankheit, welche durch das Parvovirus B19 verursacht wird. Die überwiegende Zahl der Infektionen erfolgt bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bis 15 Jahren. Nicht selten werden aber auch Erwachsene infiziert. In der Schwangerschaft kann das Virus über die Plazenta auf das ungeborene Kind übertragen werden. Schwere Blutarmut, Wasseransammlungen im kindlichen Gewebe, sowie der Fruchttod können die Folge sein. Die Mehrzahl (ca. 60%) der Infektionen verläuft ohne Erkrankungszeichen der Mutter! 

 

Windpocken 
Virusinfektion, welche vor allem bei Kindern auftritt. Die meisten Schwangeren sind durch eine frühere (meist in der Kindheit) durchgemachte Infektion geschützt. Jede 20. Frau hat aber keinen erworbenen Immunschutz und kann sich im Schwangerschaftsverlauf bei einem erkrankten Kind oder an gürtelroseerkrankten Erwachsenen infizieren. Bei einer Infektion der Mutter, erkrankt das ungeborene Kind zwar selten, die Folgen sind dann allerdings schwerwiegend. Es kommt zu einem Hautbefall mit Narbenbildung, unterentwickelten Armen und Beinen, niedrigem Geburtsgewicht, verschiedenen Defekten am Auge und am Gehirn bei hoher Sterblichkeit 

Erweiterte Schwangerschaftsvorsorge 

Zytomegalie 
Viruserkrankung mit meist uncharakteristischen Beschwerden wie Fieber oder Lymphknotenschwellung. In der Schwangerschaft kann das Virus über die Plazenta oder bei der Geburt über den Geburtskanal auf das Kind übertragen werden. Besonders gefährdet sind Kinder von Müttern, die die Erstinfektion in der Schwangerschaft durchgemacht haben. Ca. 5 – 15% dieser Kinder tragen Schädigungen davon und werden mit dem sogenannten „kongenitalen Zytomegalie Syndrom“ (Leber- und Milzschwellung, Blutarmut, Hirnbeteiligung, Krämpfe) geboren. Ca. 90% dieser Kinder haben Spätschäden (geistiger und körperlicher Entwicklungsrückstand, Intelligenzdefizit, Sprach- und Hörstörungen). 

 

Listerien
Seltene bakterielle Infektionskrankheit, die für gesunde Erwachsene unbedenklich ist, aber für Schwangere, Kleinkinder, ältere und immungeschwächte Menschen gefährlich sein kann. Die frühe Form der Listeriose kann zu einer intrauterinen Infektion mit einer schweren Schädigung des Fötus führen. Fehl- und Frühgeburten können die Folge sein. Gegen Ende der Schwangerschaft ist die Gefahr der Übertragung auf das Kind besonders hoch. Die späte Form tritt 2 bis 4 Wochen nach der Geburt des Kindes meist als Hirnhautentzündung auf. Die Kinder sind apathisch, trinkfaul und zeigen häufig einen über den ganzen Körper verteilten Ausschlag. Es können Krampfanfälle auftreten. 

Weitere empfohlene Untersuchungen   

Oraler Glukose Toleranz Test zum Ausschluss von Gestationsdiabetes ( Schwangerschaftsdiabetes) 

Der OGTT wird zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Der Schwangerschaftsdiabetes ist symptomlos! Nur durch einen Zuckerbelastungstest (oraler Glukose Toleranz Test) kann ein Schwangerschaftsdiabetes sicher ausgeschlossen bzw. nachgewiesen werden. Ein Schwangerschaftsdiabetes kann für das Kind folgende Folgen haben.   

 

Es besteht ein erhöhtes Risiko für:    

  • Übergewichtige, aber unreife Neugeborene 
  • Vermehrte Bildung von Fruchtwasser und Frühgeburtlichkeit 
  • Intrauteriner Fruchttod 
  • Geburtskomplikationen 
  • Unterzuckerung nach der Geburt 
  • Atemnotsyndrom 
  • Erkrankung an Diabetes und Übergewicht bereits in der Pubertät 

ß-Streptokokken
Test  Bakterien welche bei 15 – 25% aller Frauen in der Vagina vorkommen. Diese stellen für nicht schwangere Frauen keine Gefahr da. Allerdings können diese Bakterien bei Neugeborenen in den ersten Lebenstagen zu schweren Infektionen (Lungenentzündung, Sepsis, Hirnhautentzündung) mit tödlichem Ausgang oder zu Erkrankungen des Kindes mit möglicherweise bleibenden Schädigungen führen.

Dr. med. Anke Joachim
Dr. med. Birgit Roth

 

Paul-Lincke-Ufer 7d
10999 Berlin – Kreuzberg

 

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Fax.: 030 / 610 766 42
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